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IMPULS · Archiv

Future of Work IMPULS
am Zurich AI Festival

Arbeitsmarkt im Wandel: Mensch, KI und Zukunftskompetenzen

Mo 28. September 2026 · 16–19 Uhr · Viaduktstrasse 93, Zürich

Unsere Einstiegsfrage

Was macht uns unersetzlich – auch mit KI?

Mit dieser Frage haben wir unseren Future of Work IMPULS am Zurich AI Festival eröffnet und einen Nachmittag lang gemeinsam daran gearbeitet: drei Impulse, drei Labs und viele Gespräche über Generationen hinweg, mit Gästen aus Unternehmen, Bildung, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

47
Gäste
3
Impulse
3
Labs
Video

Der Nachmittag in Bewegung.

Menschen

Wer den Nachmittag geprägt hat

Grusswort
Fabian Streiff
Amt für Wirtschaft, Kanton Zürich
Begrüssung
Lorena Perrin Kreis
Impact Hub Zürich
Nicola Forster
Stiftung Team Ensemble
Hosts
Tallulah Patricia Bär
Theresa Seeberger

Drei Impulse

Impuls 1 von 3 · ZusammenfassungHendrik BudligerCEO & Gründer, Demografik · Demografischer Wandel«Wo wird der demografische Wandel im Schweizer Arbeitsmarkt bereits sichtbar – und was heisst das für Unternehmen und Beschäftigte?»

Hendrik Budliger zeigte anhand der Bevölkerungsentwicklung nach Kantonen im ersten Halbjahr 2026, wie der demografische Wandel den Arbeitsmarkt bereits verändert. Seine Kernbotschaft: Im Arbeitsmarkt entsteht ein neues Kräfteverhältnis – ein neues Gleichgewicht mit neuen Herausforderungen.

  • Datengrundlage: Bevölkerungsentwicklung nach Kantonen, 1. Januar bis 30. Juni 2026 (Bundesamt für Statistik).
  • Treiber des neuen Gleichgewichts: Altersstruktur, Zuwanderung, Automatisierung, KI und Robotik, Outsourcing und Offshoring.
  • Folge: Es verschiebt sich, welche Funktionen und Skills Unternehmen künftig brauchen.

Zusammengefasst aus den Präsentationsfolien.

Impuls 2 von 3 · ZusammenfassungProf. Dr. Marlies WhitehouseProfessorin für Professional Literacy, ZHAW Angewandte Linguistik«Was verändert KI konkret an professioneller Kommunikation und Zusammenarbeit – und welche Kompetenzen brauchen Menschen unterschiedlicher Generationen, um wirksam zusammenzuarbeiten?»

Unter dem Titel «Arbeitsmarkt im Wandel: Mensch, KI und Zukunftskompetenzen» antwortete Marlies Whitehouse mit drei Thesen.

  • Lebenslanges Lernen: Was muss ich selbst noch wissen und können – und was kann ich an KI delegieren? Gefragt sind weniger Wissensaneignung, dafür mehr Wissensbewertung, Anwendung und Reflexion. Weiterlernen wird zur Voraussetzung für Employability.
  • Expertise bleibt das A und O: Je leistungsfähiger KI wird, desto wichtiger ist Fachwissen, um ihre Ergebnisse zu beurteilen und Verantwortung zu übernehmen – obwohl die Versuchung steigt, diese Expertise nicht mehr selbst aufzubauen. Es braucht AI Literacy, fachliche Kompetenz, Metakognition und Professional Literacy.
  • KI-komplementäre Ausbildung: Wenn Wissen dank KI jederzeit verfügbar ist, müssen Bildungsinstitutionen Ziele, Inhalte und Formen anpassen: KI im Unterricht einbeziehen, Urteilskraft und Reflexion fördern, zur Qualitätskontrolle befähigen, wissenschaftliche Standards vermitteln und stärker auf mündliche Aufgaben und Prüfungen setzen.

Zusammengefasst aus den Präsentationsfolien.

Impuls 3 von 3 · ZusammenfassungEva Pauline BossowGründerin & Geschäftsführerin, BOSSOW – Strategy. Transfer. Impact.«Welche Kompetenzen werden durch KI konkret wichtiger – und wie bauen Unternehmen diese systematisch auf, statt punktuell weiterzubilden?»

Unter dem Titel «Future Skills – Kompetenzen für den Arbeitsmarkt der Zukunft» führte Eva Pauline Bossow von den Kompetenzen einzelner Berufe zu den Kompetenzen ganzer Organisationen.

  • Drei Blickwinkel auf relevante Kompetenzen.
  • Gefragte Kompetenzen und möglicher KI-Einsatz – jeweils pro Beruf und Stelle.
  • KI-Kompetenzen für Organisationen.
  • Lernende Organisationen: übergeordnete Ziele und Merkmale.
  • Zum Schluss ein Cartoon von Tom Fishburne: KI macht aus einem Stichpunkt eine lange E-Mail – und aus der langen E-Mail wieder einen Stichpunkt.

Zusammengefasst aus den Folientiteln der Präsentation.

Drei parallele Labs

Je 60 Minuten in den Seminarräumen: Die Gruppen arbeiteten an Challenges und Best Practices und hielten ihre Ergebnisse auf dem Flipchart fest. Die Impulse spielten direkt auf die Labs ein. Im Lab Harvest teilte danach pro Lab eine Person Challenges und Best Practices im Plenum.

Lab 01 · Fragen & ThemenChancen und Zugänge zum ArbeitsmarktLeitung: Eva Aschwanden & Eliane Albrecht«Wie gelingt AI Transformation so, dass Mitarbeitende tatsächlich befähigt werden und neue Chancen nutzen können?»
Ausgangsfrage

«Wie gelingt AI Transformation so, dass Mitarbeitende tatsächlich befähigt werden und neue Chancen nutzen können?»

Fragen & Themen
  • Wo verändert KI Aufgaben und Kompetenzanforderungen bereits konkret?
  • Welche Mitarbeitendengruppen profitieren – und welche werden schwerer erreicht?
  • Welche Upskilling- und Reskilling-Ansätze funktionieren bereits?
  • Wie erhalten Mitarbeitende ohne technischen Hintergrund Zugang zu KI-Kompetenzen?
  • Was unterscheidet erfolgreiche AI Transformation von reinen Tool-Rollouts?
Ziel3–5 konkrete Practices, die Organisationen übernehmen oder testen können.
Lab 02 · Fragen & ThemenSkills-based Hiring & MatchingLeitung: Theresa Seeberger & Nicola Forster«Wie können Organisationen Fähigkeiten und Potenzial besser erkennen als mit dem klassischen CV allein?»
Ausgangsfrage

«Wie können Organisationen Fähigkeiten und Potenzial besser erkennen als mit dem klassischen CV allein?»

Fragen & Themen
  • Wo scheitert der klassische CV beim Erkennen geeigneter Kandidat:innen?
  • Welche Alternativen werden bereits eingesetzt – Skills Assessments, Arbeitsproben, strukturierte Interviews oder kompetenzbasiertes Matching?
  • Was funktioniert nachweislich – und wo hat Skills-based Hiring Erwartungen nicht erfüllt?
  • Wie kann KI das Matching verbessern, ohne neue Verzerrungen zu schaffen?
  • Wie könnte ein realistischer Pilot für den Schweizer Arbeitsmarkt aussehen?
ZielBausteine für einen konkreten Skills-based-Hiring-Pilot.
Lab 03 · Fragen & ThemenIntergenerationelles und lebenslanges LernenLeitung: Lara Oliveira König & Tallulah Patricia Bär«Wie organisieren Unternehmen Wissenstransfer zwischen Generationen so, dass beide Seiten davon profitieren?»
Ausgangsfrage

«Wie organisieren Unternehmen Wissenstransfer zwischen Generationen so, dass beide Seiten davon profitieren?»

Fragen & Themen
  • Welches Wissen geht durch Pensionierungen oder Fluktuation verloren?
  • Was können jüngere und ältere Mitarbeitende konkret voneinander lernen?
  • Welche Modelle funktionieren bereits – Reverse Mentoring, Tandems, Communities of Practice oder generationenübergreifende Projektteams?
  • Was macht solche Modelle erfolgreich – und warum scheitern andere?
  • Wie schaffen Organisationen Zeit und Anreize für diesen Wissenstransfer?
Ziel2–3 übertragbare Modelle für generationenübergreifendes Lernen, die sich innert weniger Monate testen lassen.
Was wir mitnehmen

Fünf Erkenntnisse

  1. 01
    KI-Kompetenz ist erst der Anfang.

    KI zu verstehen ist wichtig. Sie auf echte Herausforderungen in Organisationen anzuwenden – dort beginnt das nächste Gespräch.

  2. 02
    Wissen sollte in beide Richtungen fliessen.

    Intergenerationelles Lernen ist mehr als Erfahrung, die von Älteren an Jüngere weitergegeben wird. Es geht darum, was Menschen einander beibringen können.

  3. 03
    Skills zählen über den CV hinaus.

    Skills-based Hiring lädt Organisationen ein, neu zu denken, wie sie Fähigkeiten erkennen, Potenzial sehen und Zugänge zu Chancen schaffen.

  4. 04
    Transformation braucht Wandel in Organisationen.

    Neue Technologien allein verändern noch keine Arbeitswelt. Es braucht Lernangebote, Zusammenarbeit und Raum zum praktischen Ausprobieren.

  5. 05
    Von Future Skills zu gemeinsamem Handeln.

    Der nächste Schritt: Ideen in Ansätze übersetzen, die Organisationen entwickeln, testen und aus denen sie lernen können.

Einladung

Flyer & Speaker

Der Flyer und die Speaker-Karten, mit denen wir zum Nachmittag eingeladen haben. Ziehen, scrollen oder mit den Pfeilen blättern – ein Klick vergrössert die Karte.

Flyer: Future of Work IMPULS – Arbeitsmarkt im Wandel: Mensch, KI und Zukunftskompetenzen, 28. September 2026Begrüssung: Lorena Perrin KreisBegrüssung: Nicola ForsterGrusswort: Fabian StreiffHost: Theresa SeebergerHost: Tallulah Patricia BärSpeaker: Hendrik BudligerSpeaker: Marlies WhitehouseSpeaker: Eva Pauline BossowLab 01: Chancen und Zugänge zum ArbeitsmarktLab 02: Skills-based Hiring & MatchingLab 03: Intergenerationelles und lebenslanges LernenLab-Leitung: Eliane AlbrechtLab-Leitung: Eva AschwandenCornel MüllerLara Oliveira KönigTeam Ensemble
Impressionen

Ein Nachmittag in Bildern

Das Team von Impact Hub Future of Work und Team Ensemble vor dem Impact Hub Zürich
Das Team hinter dem Nachmittag: Impact Hub Future of Work und Team Ensemble – Mission «KI, demografischer Wandel und Arbeitsmarkt».

Ökosystem-KarteWer in Zürich an der Zukunft der Arbeit arbeitet: 50 Initiativen auf der Ökosystem-Karte.

Zur Ökosystem-Karte

Danke

An alle, die diesen Nachmittag mitgestaltet haben: an Fabian Streiff für das Grusswort, an unsere Speaker:innen und Lab-Leitungen und an alle 47 Gäste, die mit uns gedacht, diskutiert und ausprobiert haben.

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